Heinrich Hössli Stiftung
Die Heinrich Hössli Stiftung fördert wissenschaftliche Projekte zur LGBTQ-Geschichte der Schweiz.
Mit ihrem Namen wird dem Schweizer Heinrich Hössli (1784-1864), einem der geistigen Väter der Schwulenbewegung, die Ehre erwiesen.
Die Stiftung wurde im Jahr 2009 vom Verein Schwulenarchiv Schweiz gegründet, der bedeutendsten Sammlung zur schwulen Geschichte der Schweiz.

Geförderte Projekte

Podcastserie «Panico Morale»: 30 Jahre Tessiner LGBTQIA+-Geschichte
Der Podcast «Panico Morale» zeichnet die Geschichte der LGBTQIA+-Bewegung in der italienischsprachigen Schweiz von 1995 bis heute nach. In sechs Episoden verwebt Natascia Bandecchi Zeitzeugenberichte, Archivfragmente und ihre persönliche Reise zur Selbstfindung. Die Episoden sind auf verschiedenen Audio-Plattformen verfügbar. Die Serie wurde von der Heinrich-Hössli-Stiftung unterstützt. Die Zeitzeugenberichte werden im Schwulenarchiv Schweiz archiviert.
Quelle: Natascia Bandecchi

Schweizer Pavillon an der Biennale di Venezia 2026
«The Unfinished Business of Living Together» nutzt die Kunst, um das Archiv als Ort der Intervention und der aktiven Auseinandersetzung wieder zu öffnen. Dazu greift die Ausstellung auch die formalen Mechanismen der legendären Telearena und der Talkshow Agora zum Thema Homosexualität auf und inszeniert sie neu. Das Projektteam hat dafür diverse Interviews geführt und Materialien gesammelt, die es später dem Schwulenarchiv Schweiz übergibt.
Quelle: Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft

«Annas beste Freundin»: Lesbische Liebesgeschichte von Jessica Jurassica
«Annas beste Freundin» spielt in den 1950er-Jahren, macht Schweizer Lesben- und Frauengeschichte sichtbar und schafft queere Utopie. Dazu recherchiert Jessica Jurassica in Werken zur Lesbengeschichte etwa von Madeleine Marti oder Ilse Kokula, in Texten zur Frauenbewegung sowie in Lesben- und Frauenarchiven zu niederschwelligen Publikationsformen queerer Kultur. Der Text erscheint in einer ersten Form als Fortsetzungsroman und soll 2028 als Buch publiziert werden.
Quelle: Jessica Jurassica

Digitalisierung und Restaurierung Dokumentarfilm «Wild Boy»
Der Dokumentarfilm «Wild Boy» (1995) über Philipp – ein schwuler Büchernarr, fixender Schriftsteller, sehnsüchtiger Stricher und romantischer Verlierer der 80er-Jugendbewegung – ist ein früher Beitrag zum queeren Filmschaffen in der Schweiz. Um den Film von Josy Meier und Stefan Jung langfristig zu sichern und weiterhin öffentlich zugänglich zu machen, wurde er 2026 unter Kostenbeteiligung der Heinrich Hössli Stiftung digitalisiert und behutsam restauriert.
Quelle: Josy Meier und Stefan Jung
